Start
Inhalt
Stimmen
Verfasser
Weitere Titel
         

Gegen die feuilletonistischen Oberflächlichkeiten und literaturwissenschaftlichen Ungenauigkeiten der meisten Houellebecq-Spezialisten setzte Thomas Hübener genaue Lektüre, plausible Kommentierungen und kulturgeschichtlich erhellende Interpretationen, die dem untersuchten Text bis in seine feinsten Verästelungen und subtilsten Tiefendimensionen folgen.

Manfred Geier

Was für diese philologische Untersuchung von Houellebecqs romaneskem Erstling einnimmt, ist ihre außerordentliche Tiefenschärfe, die sich sowohl dem überaus präzisen, syntaktisch und lexikalisch ausgefeilten Stil des Verfassers wie der umfassenden Ausleuchtung der intertextuellen und kontextuellen Hintergründe in der modernen Belletristik und in der sei es soziologisch, sei es psychoanalytisch orientierten Kulturkritik verdankt.

Gerhard Goebel

Hier finden sich weder hagiographische Anwandlungen noch die üblichen verschwurbelten Ungenauigkeiten des vom Opus auf den Verfasser schließen wollenden Feuilletonismus. Hübener gelingt es stattdessen mit einer in der heutigen Literaturwissenschaft rar gewordenen Primärtugend, nämlich der Fähigkeit zu präziser Textlektüre, die verschlungenen literarischen und philosophischen Traditionslinien und intertextuellen Verweise (von Shakespeare und Büchner zu Baudelaire und Camus) des Romans bloßzulegen. So entsteht eine ebenso profunde wie gedanklich und sprachlich fulminante Analyse des für das Verständnis des Houellebecqschen Gesamtwerkes unerläßlichen, wohl gar zentrale Bedeutung einnehmenden Textes.

Thomas Köhler