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"Es kann aber leichter von der Schönheit gesaget werden, was sie nicht ist, als was sie ist." (Johann Joachim Winckelmann)


THOMAS HÜBENER

Winckelmanns Schönheitsideal
Eine kunstphilosophische Studie

Hannover 2008: Wehrhahn
www.wehrhahn-verlag.de
Broschur. 166 Seiten. 20 €
ISBN: 978-3-86525-072-8

         

Johann Joachim Winckelmann (1717-1768) begründete Kunstgeschichte und Archäologie. Als wichtigster Vertreter des Frühklassizismus in Deutschland war er Stichwortgeber Schillers und Goethes. Seine am rückwärtsgerichteten Blick gen Griechenland entzündete Antikenbegeisterung prägte den Geschmack einer ganzen Epoche. Person und Werk Winckelmanns sind heute, in unserer ästhetisch auf Asymmetrie und Fragmentarisierung orientierten Welt, aus der Mode. Zu zeigen, daß dies zu Unrecht so ist, bildet eines der zentralen Anliegen der vorliegenden monographischen Studie. Sie macht die philosophischen und kunsttheoretischen Hintergründe des Schönheitsideals dieses programmatischen Enthusiasten sichtbar, unter dessen Händen die Kunstbeschreibung zur Beschreibungskunst wurde. Ausgangspunkte der Betrachtung sind dabei die Erstschrift Gedancken über die Nachahmung der griechischen Wercke in der Mahlerey und Bildhauer-Kunst (1755) sowie Winckelmanns Hauptwerk Geschichte der Kunst des Alterthums (1764). Je schärfer im Lektüreverlauf die schöpferisch anverwandelten Quellen und Originalingredienzien des Winckelmannschen Ideals in den Blick genommen werden, desto unabweisbarer wird sich dem Leser die Einsicht in dessen Modernität und zeitgenössische Relevanz aufdrängen.

         
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